Ich glaube ich bin wohl einer der Absolventen die es nach dem Studium am weitesten weg von Reutlingen verschlagen hat - genauer gesagt nach Australien an die „Swin“ in Meldbourne. So nennt man hier kurz die Swinburne University.
Ich habe mich während meines Studiums hier entschieden, das Doppel Master (in Reutlingen und Melbourne gleichzeitig) abzulegen. Das war wirklich sehr gut und ich habe danach etliche gute Angebote erhalten.
Ich habe mich dann aber für eine Promotion an der „Swin“ entschieden. Ob ich heute noch mal machen würde, weiß ich nicht. Auf jeden Fall kann das Master Studium in Reutlingen locker mit jeder Uni hier in Australien mithalten und ich denke auch mit den meisten Hochschulen in Deutschland.
Das persönliche Gespräch hat mich überzeugt
Das ich in Reutlingen studiert habe, verdanke ich letztlich einem sehr persönlichen Gespräch mit André Backe von der Hochschule. Der hat mich damals davon überzeugt. Ich war damals berufstätig, hatte schon studiert und wollte noch den Master drauf satteln. Es ging mir darum mein vorhandenes Wissen zu vertiefen und mit meiner Erfahrung aus der Praxis nochmal eine Forschungsarbeit angehen.
Projekte waren gut
Das Gefühl dann wieder zu studieren war nach den Jahren als Arbeitnehmer einfach genial. Sein Studium sollte man daher wirklich genießen. Im ersten
Semester wir dann sogar nur acht Leute, später 20. Durch die überschaubare Größe haben sich dann direkt und auch bleibende Kontakte zu den Mit-Studenten und Dozenten und Professoren entwickelt. Dazu kamen die guten Arbeitsbedingungen (Projekträume etc.) Gefallen hat mir vor allem im post-graduierten Bereich die Projekt orientierten Vorlesungen und das einjährige Projekt an sich. Manche Themen und Vorlesungen waren aber dennoch zu abstrakt und nicht wirklich praxis-relevant und die Inhalte hätten besser abgestimmt sein können. Aber in der Summe sind die Vorlesungen und Profs echt gut. Unvergesslich, im positiven Sinne, ist mir die Skiausfahrt mit Laux und Glöckle in Montafon.
Vor der Mensa – mittags in der Sonne
Ein bisschen schade ist, dass das Campusleben nicht so ausgeprägt ist und die Stadt kann den Vergleich mit Tübingen nicht ganz mithalten, aber dafür ist Tübingen ja sozusagen um die Ecke.
Viele scheinen zudem nach den „Pflichtteil“ lieber gleich nach Hause zu gehen, statt auf dem Campus zu bleiben. Ich fand den Campus ausgesprochen schön. Mein persönlicher Lieblingsplatz: Vor der Mensa – mittags in der Sonne.
Angebote nutzen
Rückblickend kann ich das Wirtschaftsinformatik Studium wirklich empfehlen (s.o. gute Umgebung und Bedingungen, viele gute Profs und Vorlesungen, gute Kontakte in die Praxis). Das Studium bereitet meiner Meinung nach etwas besser auf die Praxis als auf eine wissenschaftliche Laufbahn vor.
Studienanfängern würde ich heute raten, selbstständig zu werden – in jeder Beziehung. Also, selbstständiges Denken, Arbeiten und selbst neue Dinge entdecken. Die Angebot dafür sollte man unbedingt wahrnehmen – in Reutlingen is es auf jeden Fall da!
© 02/2009 |